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Deutsche Auswanderer in Kapstadt – Ulf Pohlmann

Als deutscher Jurist ausgewandert und heute in Südafrika ein erfolgreicher Geschäftsmann

„Ein gutes Netzwerk ist in Kapstadt Gold wert“ – Ulf Pohlmann muss es wissen. Vor dreizehn Jahren hat ihn der Kapstadtvirus gepackt und nicht wieder losgelassen. Heute hat er seinen Platz in der Kapstadter Gesellschaft gefunden. Angefangen hat der Jurist  mit einem Auto und einer Wohnung, heute hat er einen mittelgroßen Fuhrpark an Mietwagen und eine größere Anzahl an Mietwohnungen, die er seinen Kunden zur Vermietung bereitstellt.

Ein juristisches Praktikum 2001 hat ihn nach Südafrika geführt und nach 4 Monaten hatte das Land ihn in seinen Bann gezogen: „Mir war da schon klar, hier will ich mein Leben verbringen“.

Bevor seine Zukunft in Afrika beginnen konnte, musste er zuerst zurück nach Deutschland, um dort sein Jurastudium zu beenden. Kaum hatte er sein Staatsexamen in der Tasche, ging es zurück nach Kapstadt, um an der UCT seinen südafrikanischen Abschluss nachzuholen. Doch auch danach war der Zeitpunkt endgültig überzusiedeln noch nicht gekommen. Es sollten erst noch ein paar Jahre als Anwalt in Hamburg folgen, bevor Ulf endgültig sein Bündel packen und sein Leben in Südafrika beginnen konnte.

Doch wo fängt man an und wo hört man auf? „Das allerwichtigste ist es, sich ein gutes Netzwerk aufzubauen“, weiß Ulf. „Während meiner Anfangszeit war es unglaublich von Vorteil, dass ich schon während meines Praktikums und meines Studiums an der UCT Kontakte geknüpft hatte“. Freunde, ehemalige Vermieter,  Professoren – jeder noch so kleine Kontakt kann entscheidend sein: „Es bringt nichts, wenn man eine Autovermietung eröffnet, in hundert Autos investiert und dann anfängt Leute kennenzulernen.“ In Südafrika läuft viel über Empfehlungen, „der kennt den, der dann wieder den kennt“.

Doch mit einem noch so guten Netzwerk kommt man ohne eine Arbeitsgenehmigung nicht weit.  Ulf war klar, er möchte sich selbstständig machen. Um ein Geschäftsvisum (business permit) zu erhalten, muss man entweder 2,5 Millionen Rand Eigenkapital vorweisen oder einen überzeugenden Geschäftsplan vorlegen, welcher vom Home Affairs Office abgesegnet wird. Das ist oftmals leider nicht so einfach „Man muss die Lücke in der Gesellschaft finden und belegen, warum man in Kapstadt gebraucht wird“.  Hier ist es sicherlich von Vorteil, dass in Kapstadt über 100.000 Deutsche Leben, die wiederum Bedürfnisse haben. Das Bedürfnis nach einer Wohnung, eines Autos und einer deutschen, vertrauenswürden Beratung. Und genau diese Lücke versucht Ulf mit seinem Dienstleistungsunternehmen „Gateway“ zu schließen – mit Erfolg. Er hilft deutschen Auswanderern mit ihrem Businessplan, schaut über Verträge, vermittelt Autos und Wohnungen. Die Leute vertrauen ihm und hier kommt ihm seine deutsche Herkunft und sein deutscher Abschluss sicherlich zu Gute: „die deutschen Tugenden wie Verlässlichkeit, Ordentlichkeit, Vertrauenswürdigkeit sind gegenüber südafrikanischen Bewerben sicherlich von Vorteil“. Ulf weiß aber auch, dass es nicht jeder schaffen kann: „Es brauch viel Eigeninitiative, Kreativität, Ehrgeiz und sicherlich auch die nötige Qualifikation – entweder man hat es oder man hat es nicht. Wer es in Deutschland nicht schafft, der wird auch hier seine Probleme haben“.

Wer es dann jedoch geschafft hat, der ist in einer angenehmeren Geschäftswelt angekommen: „Während in Deutschland gerne mal geneidet wird, heißt es hier ‚gut gemacht’ und man wird als Inspiration genommen auch erfolgreich zu werden“. Dabei stützt sich die Arbeitswelt in Kapstadt vielmehr auf private Beziehung: „Hier muss man die Menschen als Person gewinnen, nett und verlässlich sein und nicht nur einen hohen Status genießen.“

Ulf Pohlmann ist in seiner Wahlheimat angekommen und bereut es keinen Tag, sein Leben als Anwalt in Deutschland aufgegeben zu haben. „Natürlich habe ich Zuhause Freunde, die einen dicken Porsche fahren, aber dafür sind sie auch im Arbeitsalltag gefangen. Ich arbeite um zu leben und nicht andersrum“. Die Quintessenzen des Lebens ist für Ulf glücklich zu sein und jeden Abend ins Bett zu gehen und sagen zu können: „Was war das ein schöner Tag“.

Von Christina Storz

Quelle: http://www.kapstadtmagazin.de/

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