Lifestyle

Auch in Südafrika ist das Wetter ein Thema

Während wir in der Schweiz auf Sonne hoffen, wünscht sich Sacha von der Crone in Südafrika Regen. Was der Auswanderer zudem ausserhalb der realen Welt erlebt, fasst er im Blog zusammen.

Schon ist wieder eine Woche rum. Während die Schweiz im Regen fast zu ertrinken droht, ist es bei uns immer noch trocken. Vielleicht gibts in den nächsten Tagen ein paar Regengüsse. Da in der Kapregion der Winter den Regen bringt, ist es also für die Zukunft wirklich wichtig, dass es immer mal wieder richtig regnet. Schliesslich füllen sich die vielen Stauseen mit Beginn des Frühlings nicht mehr. Doch jetzt liegt eine fast sommerliche Woche hinter uns, das Thermometer kletterte nochmals bis an die 30 Grad. Entsprechend mild waren dann auch einige Nächte. Für uns natürlich kurzfristig gesehen schön, aber nachdem schon der letzte Winter zu trocken war, der Sommer erst recht, könnte sich die Lage nochmals dramatisch verschlimmern. Das sommerliche Wetter führte für uns natürlich zu vielen Aktivitäten im Freien.

Den Bau des Holz-Decks am Pool in Angriff zu nehmen, war da noch die anstrengendste davon. Dazwischen blieb Zeit für eine runde Golf auf einem traumhaften Golfplatz oder auch für einen Besuch auf «Vergelegen», dem ältesten Weingut in Südafrika. Spannend und geschichträchtig wars. Schliesslich waren nebst Nelson Mandela, der Queen und dem damaligen US-Präsident Clinton noch viele Berühmtheiten dort zu Besuch. Geschichtsträchtig aber auch, weil es zur absoluten Blütezeit dieses Weingutes ein Sklavenhaus mit Platz für bis zu 400 Sklaven gab. Eindrücklich und bedrückend gleichzeitig. Eine Interessante Ausstellung führte uns zurück ins 18. Jahrhundert. Mittlerweile gehört das Gut zu einem amerikanischen Grossunternehmen.

Andere Länder, anderes Internet-Verhalten

Während in der Schweiz schon jedes Zehennägel-Lackier-Geschäft, welches wöchentlich für eine halbe Stunde geöffnet hat, eine eigene Website hat, gibts in Südafrika tatsächlich viele gestandene Firmen, die noch keine oder mindestens keine schlaue Website haben. Geschäftliche Mail-Adressen, die über GMX, Hotmail, Gmail oder andere Gratis-Mail-Dienstleister laufen, sind gang und gäbe. Dafür sind alle unglaublich aktiv auf Facebook. Geschäftsanfragen, Offerte oder einfach Auskünfte werden direkt auf dem Pinboard beantwortet. Schnell und verlässlich. Entsprechend aktiv ist man auch privat auf Facebook. Wie schon einmal geschrieben, werden alltägliche Fragen gestellt und sofort beantwortet und Hilfe angeboten. Aber auch jeder noch so kleine Gegenstand, welcher nicht mehr gebraucht wird, wird für ein paar Rand angeboten und auch verkauft. Wirklich alles. So sahen wir schon einzelne Tassen oder auch Gläser.

Wir entschieden uns diese Woche, ausrangierte Lampen, Nachttischchen, Cheminée-Zubehör und ein Bett zu verscherbeln. Kaum hatten wir die Angebote aufgeschaltet, ging es schon los und Barbara war sicherlich für zwei Stunden damit beschäftigt, Auskünfte zu erteilen, Masse durchzugeben oder Abhol- und Besichtigungs-Termine zu vereinbaren. Alles klappte einwandfrei, die Leute hatten grosse Freude an ihren neuen Errungenschaften und schickten uns sogar Bilder, wie die Sachen nun bei ihnen zu Hause einen neuen Platz gefunden haben. Wir haben übrigens auch so ein Möbelstück gekauft. In der Schweiz würden viele der feilgebotenen Dinge maximal im Brockenhaus aber doch eher im Abfall landen. Um sich als Schweizer zu trauen, etwas nochmals weiter zu verkaufen, muss es ja mindestens noch wie neu oder noch besser ungebraucht sein. Wieso eigentlich?

Man liest sich!

Im Dossier: Alle Auswanderer-Blogs von Sacha von der Crone

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